
In den Vereinigten Staaten befinde man sich in einem "regelrechten Menschenrechtsnotstand". Insbesondere die Verhaftungen und Abschiebungen der US-Einwanderungsbehörde ICE werden kritisiert. "Setzen sich die Razzien der ICE, die massenhaften Festnahmen und die Einreiseverbote fort, wird dieses Turnier zum Symbol staatlicher Einschüchterung", sagte die Generalsekretärin von Amnesty Deutschland, Duchrow.
Auch in Mexiko seien die Risiken gestiegen. Infolge der Gewaltausbrüche um die Tötung des Drogenkartell-Bosses Cervantes hatte die Regierung angekündigt, zum Schutz der 13 WM-Spiele in Mexiko-Stadt, Guadalajara und Monterrey insgesamt 100.000 Polizisten, Soldaten und Angehörige privater Sicherheitsdienst einzusetzen. Das erhöhe Risiken für Demonstrierende. In Kanada äußerte Amnesty Befürchtungen vor der Vertreibung von Obdachlosen. Der Weltverband FIFA geht trotz der Bedenken von friedlichen und reibungslosen Spielen aus.
Die Fußball-WM beginnt am 11. Juni im Aztekenstadion in Mexiko-Stadt. Es nehmen Teams aus 48 Nationen teil. Drei Viertel der ursprünglich geplanten 104 Begegnungen finden in den USA statt. Aus dem Teilnehmerland Iran gibt es Ankündigungen, die WM wegen des Iran-Kriegs zu boykottieren.
Diese Nachricht wurde am 30.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
