Bericht
Amnesty International: Wenige Länder treiben weltweite Zahl der Hinrichtungen in die Höhe

Im vergangenen Jahr ist die Todesstrafe nach einer Erhebung von Amnesty International weltweit so oft vollstreckt worden wie seit 1981 nicht mehr.

    Zu sehen ist ein Galgen mit einer geknüpften Schlinge im Hof eines Gefängnisses.
    Ein Galgen für eine Hinrichtung (hier ein Archivbild aus Afghanistan) (imago stock&people)
    Allein im Vergleich zum Vorjahr habe sich die Zahl der dokumentierten Exekutionen fast verdoppelt, teilte die Menschenrechtsorganisation in ihrem jüngsten Bericht mit. Der hohe Anstieg gehe vor allem auf einige wenige Staaten zurück, die die Todesstrafe gezielt als Instrument der Einschüchterung einsetzten. Dazu zählen laut Amnesty vor allem China, der Iran und Saudi-Arabien. Die im Bericht erfassten über 2.700 Hinrichtungen bilden demnach nur einen Teil des tatsächlichen Ausmaßes ab. Nicht dokumentiert seien abermals die Fälle in China, wo Daten zu Exekutionen geheim gehalten würden.
    Geschätzt seien dort mehrere tausend Personen hingerichtet worden und damit die meisten Menschen weltweit.
    Diese Nachricht wurde am 18.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.