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StartseiteSport am Wochenende"Werden damit keine Medaillen berechnen können"24.11.2019

Analyse der Sommersportarten"Werden damit keine Medaillen berechnen können"

Der deutsche Basketballbund hat bei der Strukturanalyse im Rahmen der Spitzensportreform nur eine hintere Platzierung erreicht. Der Generalsekretär des DBB, Wolfgang Brennscheidt, übte im Dlf Kritik an der vom Bund und dem organisierten Sport erarbeiteten Analyse.

Wolfgang Brenscheidt im Gespräch mit Marina Schweizer

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Hände recken sich unter einem Basketballkorb nach dem Ball. (picture-alliance/ dpa/ Soeren Stache)
Bei der Strukturanalyse der Potas-Kommission erreichte der DBB nur Rang 18. (picture-alliance/ dpa/ Soeren Stache)
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"Was für uns nicht akzeptabel ist, dass man eine komplett neue olympische Disziplin mit 3x3 in das Gesamtportfolio Basketball gepackt hat", sagt Wolfgang Brennscheidt im Dlf-Interview zum Abschneiden in der Verbandsanalyse. "Weder auf Landessportebene noch auf Bundesportebene hat es dort Förderung gegeben, die Strukturen sind also gerade noch in der Erarbeitung", so Brennscheidt zum neuen olympischen Format "3x3". Durch das Zusammendenken von 5x5 und 3x3-Basketball sei der Mittelwert des Basketballbundes automatisch nach unten gezogen worden.

Das Ergebnis hinterlasse einen falschen Eindruck. Dieses Problem möchte der DBB aber laut Wolfgang Brennscheidt schon im Januar lösen: "Im Rahmen der Strukturgespräche , die wir mit dem DOSB und dem Bund führen, werden wir das natürlich da auch entsprechend hinterlegen", so der Generalsekretär des DBB. Dabei wolle man eine strikte Trennung der beiden Disziplinen bei der Verbandsanalyse anstreben.

"Für alle deutlich geworden, dass definitiv noch Dinge modifiziert werden müssen"

Es sei in der jetzigen Phase eher noch offen, wie geeignet die Potas-Anlayse wirklich ist, findet Brennscheidt. Zur Tatsache, dass die internationale Konkurrenz bei der Analyse nicht berücksichtigt wird, sagt er: "Für mich ist es momentan völlg egal, wo ich im Vergleich zu anderen nationalen Verbänden stehe, weil meine Konkurrenz sind internationale Verbände, dort wo wir Meisterschaften spielen und antreten." Brennscheidt will erstmal abwarten, wie der DOSB und der Bund mit den Ergebnissen umgehen. 

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"Es ist für alle deutlich geworden, das definitiv noch Dinge modifiziert werden müssen".  Der DBB-Generalsekretär lässt Zweifel an der Aussagekraft der Analyse durchklingen: "Wir werden Medaillen nicht über so ein Papier berechnen können". Das Ziel der Analyse solle es eher sein, herauszufinden, ob der deutsche Spitzensport in der Lage sei, Weltklasseathleten hervorzubringen. Brennscheidt geht eher davon aus, dass die Potas-Analyse dem Qualitätsmanagement der Verbände diene.
Man tue auch gut daran, sportartspezifische Betrachtungen durchzuführen. So eine Betrachtung könne die derzeitige Analyse definitiv nicht, so Brennscheidt im Dlf.

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