Stade
Andacht in der St.-Wilhadi-Kirche nach Angriff in Mutter-Kind-Heim mit sechs Toten

In Stade ist bei einem Gottesdienst den sechs Todesopfern des Schusswaffenangriffs in einer Mutter-Kind-Einrichtung gedacht worden.

    Stade: Blick in die St.-Wilhadi-Kirche während einer Trauerandacht für die Opfer nach den Schüssen in einer Jugendhilfeeinrichtung.
    Nach den Schüssen in einer Jugendeinrichtung findet eine Trauerandacht in Stade statt. (Carsten Neff / dpa / Carsten Neff)
    Der niedersächsische Ministerpräsident Lies sprach in der St.-Wilhadi-Kirche den Angehörigen sein Mitgefühl aus. Besonders schmerzhaft sei der Gedanke, dass Menschen aus dem Leben gerissen worden seien, die sich für ein gutes Miteinander einsetzten. Das ganze Land sei vereint in der Trauer und auch in der Wut darüber, dass so etwas habe passieren können.
    Drei Vertreter des Jugendamtes der Region Hannover und drei Mitarbeiter der Jugendhilfeeinrichtung in Stade waren gestern durch Schüsse gestorben. Es handelt sich um vier Frauen und zwei Männer. Ein 45-Jähriger wurde als mutmaßlicher Täter festgenommen. Gegen ihn erließ das Amtsgericht am Abend Haftbefehl wegen sechsfachen Mordes. Hintergrund der Tat ist nach Angaben der Polizeidirektion Lüneburg vermutlich ein Sorgerechtsstreit.
    Diese Nachricht wurde am 30.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.