
Die Staatsanwaltschaft bewertete die Taten des 45-Jährigen als sechsfachen Mord. Es lägen entsprechende Merkmale, insbesondere Heimtücke und niedere Beweggründe vor, hieß es in einer Mitteilung. Hintergrund der Tat war nach Angaben der Polizeidirektion Lüneburg vermutlich ein Sorgerechtsstreit. Die Opfer seien drei Vertreter des Jugendamtes der Region Hannover und drei Mitarbeiter der Jugendhilfeeinrichtung in Stade. Es handele sich um vier Frauen und zwei Männer.
Am Abend wurde in Stade bei einem Gottesdienst der sechs Todesopfer gedacht. Der niedersächsische Ministerpräsident Lies sprach in der St.-Wilhadi-Kirche den Angehörigen sein Mitgefühl aus. Besonders schmerzhaft sei der Gedanke, dass Menschen aus dem Leben gerissen worden seien, die sich für ein gutes Miteinander einsetzten. Das ganze Land sei vereint in der Trauer und auch in der Wut darüber, dass so etwas habe passieren können.
Diese Nachricht wurde am 30.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
