Bundesverteidigungsministerium
Anders als berichtet: "Mehr als 90 Prozent der Männer haben Wehrdienst-Fragebogen beantwortet"

Die Rückmeldungen auf den Fragebogen zum neuen Wehrdienst sind nach Angaben der Bundesregierung deutlich zahlreicher als zuletzt von Medien berichtet.

    Zu sehen sind schwarz-rot-goldene Aufnäher auf den Ärmeln von Bundeswehr-Uniformen.
    Bis Ende April wurden mehr als 206.000 Anschreiben zum neuen Wehrdienst versendet. (IMAGO / serienlicht / IMAGO)
    Laut Bundesverteidigungsministerium kamen insgesamt mehr als 90 Prozent der kontaktierten Männer ihrer Pflicht zur Beantwortung nach - spätestens nach einer ersten Erinnerung. Damit sei die Wehrerfassung "erfolgreich gestartet", hieß es. Frühere Berichte, wonach knapp ein Viertel der Betroffenen das Schreiben ignoriert hätten, seien falsch. Das Ministerium teilte zudem mit, dass bei positiven Rückläufern des Fragebogens bereits Musterungen und Assessments ausgeführt worden seien. Genaue Zahlen wurden nicht genannt.
    Durch das neue Wehrdienstmodell soll die Zahl der aktiven Bundeswehrsoldatinnen und -soldaten bis 2035 von derzeit gut 184.000 auf bis zu 270.000 erhöht werden. Sollte diese Wegmarke nicht erreicht werden, könnte eine sogenannte Bedarfswehrpflicht kommen. Darüber müsste dann der Bundestag entscheiden.
    Diese Nachricht wurde am 08.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.