Nachbarschaftskonflikt
Angeblich hunderte Tote nach pakistanischem Angriff auf Klinik in Kabul

Das pakistanische Militär hat die afghanische Hauptstadt Kabul erneut aus der Luft angegriffen.

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    Dabei wurden nach Angaben der islamistischen Taliban-Regierung mehr als 400 Menschen getötet und rund 250 verletzt. Die Opfer sollen sich in einer Entzugsklinik für Drogenabhängige aufgehalten haben. Diese Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Die Taliban warfen dem Nachbarland vor, die Klinik gezielt beschossen zu haben. Das pakistanische Informationsministerium wies die Darstellung zurück. Es habe nur Angriffe auf militärische Einrichtungen, Infrastruktur zur Unterstützung von Terroristen sowie Ausrüstungs- und Munitionslager in Kabul und in der Provinz Nangarhar im Osten des Landes gegeben.
    Die Kämpfe zwischen den beiden Ländern waren Ende Februar ausgebrochen. Pakistan wirft den islamistischen Taliban vor, in Afghanistan Terroristen zu beherbergen, die in Pakistan Anschläge verüben. Kabul bestreitet das.
    Diese Nachricht wurde am 17.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.