Freitag, 12. April 2024

Extremismus
Angriffe auf Politiker-Wohnhaus und Wahlkreisbüros von SPD, Linken und Grünen lösen Sorge aus

In Deutschland haben Angriffe auf ein Wohnhaus und mehrere Wahlkreisbüros von Politikern Sorgen ausgelöst.

22.02.2024
    Blaues Symbolbild mit dem Logo des Deutschlandfunks und dem Zusatz "Die Nachrichten"
    SPD-Chefin Esken sagte dem Tagesspiegel, wer im Netz oder auf der Straße Hass und Hetze verbreite, müsse wissen, dass aus Worten Taten folgten. Thüringens CDU-Chef Voigt meinte, die aktuellen Angriffe sollten allen zu denken geben. Thüringens Ministerpräsident Ramelow befürchtet eine weitere Zunahme der Gewalt. Man habe Vorkommnisse, die sich seit Wochen aufbauten, sagte der Linke-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Landes-Innenminister Maier von der SPD beklagte, es handele sich um Dimensionen, die man in der Art noch nicht hatte. Die Präsidentin des Landtags in Erfurt, Pommer, ebenfalls Linke, betonte, Gewalt und Zerstörung seien kein Protest. Die Grünen-Bundestagsabgeordnete Gambir sprach im Onlinedienst "X" von einer besorgniserregenden Eskalation des Extremismus.
    Unbekannte hatten diese Woche unter anderem im Landkreis Gotha einen Brandanschlag auf das Wohnhaus eines SPD-Politikers verübt. Im nordrhein-westfälischen Petershagen wurde die Geschäftsstelle der Grünen mit einem Brandsatz attackiert. In Suhl wurden Scheiben eingeschlagen, an Pommers Wahlkreisbüro Hakenkreuze geschmiert.
    Diese Nachricht wurde am 21.02.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.