
Der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Pantazis, sagte im Deutschlandfunk, er sehe erheblichen Klärungsbedarf mit der Union. Pantazis bekräftigte, die Reformpläne enthielten wichtige Punkte in Sachen Prävention, Rehabilitation und Digitalisierung. Die zentrale Frage der dauerhaften Finanzierung der Pflegeversicherung werde jedoch nicht beantwortet. - Kritik kam auch vom Deutschen Städtetag. Dessen Präsident Jung sagte den Funke-Zeitungen, der Referentenentwurf sei wegen höherer Sozialhilfekosten ein Schlag ins Gesicht der Kommunen. Pflegerats-Präsidentin Vogler kritisierte gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, im Mittelpunkt stehe die kurzfristige Konsolidierung der Pflegeversicherung anstatt einer nötigen Sicherung der pflegerischen Versorgung.
Der Reformentwurf Warkens sieht unter anderem einen höheren Pflegebeitrag für kinderlose Menschen und hörere Hürden für eine Einstufung in einen Pflegegrad vor. Die CDU-Politikerin hatte gestern Abend Kritik zurückgewiesen und erklärt, ihr Gesetzentwurf werde die Versorgung der Menschen besser machen.
Diese Nachricht wurde am 05.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
