USA
Anhörung zum Geburtsrecht vor oberstem US-Gericht - Auch konservative Richter äußern sich skeptisch zu Trump-Plänen

Bei einer Anhörung vor dem Obersten Gericht der USA haben sich Richter skeptisch zu den Plänen der Trump-Regierung geäußert, das Geburtsrecht zu ändern.

    Mehrere Menschen stehen vor dem Supreme Court in Washington und halten Plakate in die Höhe.
    Menschen protestieren vor dem Supreme Court gegen die geplante Änderung des Geburtsrechts. (picture alliance / newscom / BONNIE CASH)
    Der US-Präsident will das in der Verfassung verankerte Recht einschränken, nach dem Kinder automatisch die US-Staatsbürgerschaft erhalten, wenn sie in den Vereinigten Staaten geboren wurden. Das Argument der Regierung, es sei heute für Menschen aus aller Welt möglich, in die USA zu reisen, um dort ein Kind zu bekommen, wies der Vorsitzende Richter Roberts zurück. Die Verfassung sei nach wie vor gültig, erklärte er.
    Laut einem Dekret von Trump soll das Recht auf eine Staatsbürgerschaft per Geburt für Babys von Menschen ohne gültigen Aufenthaltsstatus, Asylsuchenden, ausländischen Studierenden oder Reisenden nur noch bedingt gelten. Ein Bezirksgericht hatte dessen Umsetzung im vergangenen Jahr vorerst gestoppt.
    Eine Entscheidung des Obersten Gerichts wird frühestens für Juni erwartet.
    Diese Nachricht wurde am 01.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.