USA
Richter äußern sich skeptisch zu Trumps Plänen zur Änderung von Geburtsrecht

Bei einer Anhörung vor dem Obersten Gericht der USA haben sich die Richter skeptisch zu den Plänen der Trump-Regierung geäußert, das Geburtsrecht zu ändern. Der US-Präsident will das in der Verfassung verankerte Recht einschränken, nach dem Kinder automatisch die US-Staatsbürgerschaft erhalten, wenn sie in den Vereinigten Staaten geboren werden.

    Mehrere Menschen stehen vor dem Supreme Court in Washington und halten Plakate in die Höhe.
    Menschen protestieren vor dem Supreme Court gegen die geplante Änderung des Geburtsrechts. (picture alliance / newscom / BONNIE CASH)
    Der Anwalt der Regierung, Sauer, sagte vor dem Supreme Court, acht Milliarden Menschen seien heute nur "eine Flugreise davon entfernt", ein Kind zu bekommen, das US‑ Staatsbürger wird. Dies sei eine neue Welt. Der Vorsitzende Richter Roberts wies dies zurück und erklärte, die USA hätten immer noch "dieselbe Verfassung".
    Laut einem Dekret von Trump soll das Recht auf eine Staatsbürgerschaft per Geburt für Babys von Menschen ohne gültigen Aufenthaltsstatus, Asylsuchenden, ausländischen Studierenden oder Reisenden nur noch bedingt gelten. Ein Bezirksgericht hatte dessen Umsetzung im vergangenen Juli vorerst gestoppt.
    Bei der Anhörung war Trump persönlich anwesend. Es war das erste Mal, dass ein amtierender Präsident an einer solchen Sitzung teilnahm.
    Diese Nachricht wurde am 01.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.