
Die Ankläger werfen dem 80-Jährigen Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Zuge seines Kriegs gegen den Drogenhandel vor. Er muss sich insbesondere wegen Mordes und Mordversuchen in 78 Fällen verantworten. Der stellvertretende Chefankläger Niang bezeichnete den Start des Verfahrens als bedeutendes Signal für die Bevölkerung der Philippinen und das internationale Recht. Es sei eine Erinnerung für alle Mächtigen, dass sie nicht über dem Recht stünden. Er warf Duterte vor, als Präsident Morde genehmigt und persönlich einige Ziele ausgewählt zu haben. Duterte selbst erschien nicht vor Gericht. Er ließ über seinen Anwalt alle Vorwürfe zurückweisen.
Duterte war von 2016 bis 2022 Präsident der Philippinen. Menschenrechtsorganisationen schätzen, dass während des staatlichen Kampfes gegen Drogen bis zu 30.000 Menschen getötet wurden.
Diese Nachricht wurde am 23.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
