Reichsbürger
Anklage gegen vier mutmaßliche Anführer

Die Bundesanwaltschaft hat Anklage gegen vier mutmaßliche Köpfe der sogenannten Reichsbürger-Gruppe "Königreich Deutschland" erhoben.

    Ein Hinweisschild mit dem Bundesadler und der Aufschrift "Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof".
    Die Bundesanwaltschaft erhebt Anklage gegen vier Mitglieder der sogenannten Reichsbürger-Gruppe "Königreich Deutschland". (picture alliance / dpa / Uli Deck)
    Die oberste deutsche Anklagebehörde wirft ihnen vor, sich als Rädelsführer in einer kriminellen Vereinigung betätigt zu haben. Dem Gründer Fitzek werden zusätzliche Straftaten wie Steuerhinterziehung zur Last gelegt. Nun muss der Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts Düsseldorf entscheiden, ob er die Anklage zulässt.
    Vor gut einem Jahr hatte Bundesinnenminister Dobrindt die zu der Zeit größte Gruppierung in der Reichsbürger-Szene verboten. Nach eigenen Angaben hatte sie damals 6.000 Anhänger, die Sicherheitsbehörden gingen dagegen von eher 1.000 Anhängern aus. Sie sahen sich als eigenständiger Staat mit eigener Verfassung, mit dem Ziel, die Rechtsordnung der Bundesrepublik durch das eigene System zu ersetzen.
    Diese Nachricht wurde am 22.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.