
Im Gepäck des chinesischen Staatsbürgers wurden spezielle Transportgefäße voller Ameisen gefunden. Einige der Tiere seien jedoch in handelsüblichen Toilettenpapierrollen versteckt worden, erklärten die Ermittlungsbehörden. Exportgenehmigungen im Einklang mit den örtlichen Naturschutzgesetzen habe der Mann nicht vorweisen können. Auch sein kenianischer mutmaßlicher Geschäftspartner wurde festgenommen, der ihm große Teile der Ameisen verkauft haben soll. Beiden Männern drohen bis zu sieben Jahre Haft wegen Wildtierhandels und Verabredung zu einer Straftat.
Bei vielen Tieren soll es sich Berichten zufolge um Giant African Harvester Ants (Messor cephalotes) handeln. Die zwei Zentimeter großen Tiere erzielen auf dem Schwarzmarkt mitunter Preise von bis zu 100 Euro, wie die Nachrichtenagentur AFP schreibt. In China werden immer wieder Ameisen als Delikatesse, als Aphrodisiakum oder als Haustier angeboten.
In Kenia wurden bereits mehrere Fälle von Ameisen-Schmuggel aufgedeckt. Der nun angeklagte Kenianer soll Ameisen auch an andere Wildtierhändler verkauft haben, die letztes Jahr wegen des Schmuggels von etwa 5.000 Ameisen festgenommen wurden.
Diese Nachricht wurde am 17.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
