Iran
Ankündigung von Hinrichtungen verschärft Spannungen mit den USA - Mehr als 3.400 getötete Demonstranten

Angesichts der staatlichen Reaktionen auf die Proteste im Iran verschärfen sich die Spannungen mit den USA.

    Menschen im Iran versuchen unter Duzenden von Leichen Opfer zu identifizieren. Seit mehr als zwei Wochen demonstrieren Iraner gegen die autoritäre Führung ihres Landes. Menschenrechtsorganisationen dokumentieren tausende Todesfälle.
    Nach den Protesten im Iran hat die Justiz erste Anklagen erhoben. (Uncredited/VALIDATED UGC/AP/dpa)
    Die iranischen Justizbehörden hatten erklärt, Teilnehmer der Demonstrationen in Schnellverfahren zu verurteilen. Diese sollten zum Teil als öffentliche Schauprozesse abgehalten werden. Dem US-Außenministerium zufolge könnte es bereits heute erste Hinrichtungen geben. US-Präsident Trump drohte für diesen Fall mit einer scharfen Reaktion. Ein Berater des geistlichen Oberhaupts Chamenei erklärte dazu, der Iran sei in der Lage, auf mögliche Angriffe der USA zu reagieren.
    Nach dem harten Vorgehen der Sicherheitskräfte sind die Proteste im Iran weniger geworden. Seit Ende Dezember sind dabei nach Angaben von Aktivisten mehr als 3.400 Menschen getötet worden. Die tatsächliche Zahl der Opfer könne auch deutlich höher liegen, teilte die Menschenrechtsorganisation Iran Human Rights mit Sitz in Oslo mit. Nach Informationen der Organisation wurden zudem mehr als 10.000 Demonstranten festgenommen.
    Diese Nachricht wurde am 14.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.