Golf von Mexiko
Ansteigender Meeresspiegel bedroht New Orleans: Forscher fordern Planungen für Umsiedlung

Eine neue Studie sieht für New Orleans wegen des Klimawandels langfristig keine Zukunft am bisherigen Standort. Forschende schreiben im Fachmagazin "Nature Sustainability", die Küstenregion im Süden von Louisiana sei besonders stark von Meeresspiegelanstieg und Bodensenkungen bedroht sei. Deshalb müsse jetzt eine Umsiedlung der Stadt jetzt geplant werden.

    Ein Hubschrauber über dem überfluteten New Orleans nach Hurrikan Katrina im August 2005.
    Ein Hubschrauber über dem überfluteten New Orleans nach Hurrikan Katrina im August 2005. (picture-alliance/ dpa /epa / Vincent Laforet)
    Die Autorinnen und Autoren gehen davon aus, dass der Meeresspiegel dort langfristig um drei bis sieben Meter steigen könnte. Gleichzeitig werde sich die Küstenlinie voraussichtlich um bis zu 100 Kilometer ins Landesinnere verschieben. New Orleans liege größtenteils in einer Senke und habe den "point of no return" bereits überschritten, heißt es in der Studie.
    Die Forschenden sehen die Region am Golf von Mexiko damit als eine der weltweit am stärksten gefährdeten Küstenzonen. Für die Stadt und ihr Umland sei deshalb nicht mehr nur Klimaschutz wichtig, sondern auch eine frühzeitige Planung für eine mögliche Umsiedlung.
    Diese Nachricht wurde am 06.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.