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Anti-Doping-Agenturen
Harsche Kritik am IOC

In Perus Hauptstadt Lima hat das IOC bei der Hauptversammlung die Doppelvergabe der kommenden olympischen Spiele beschlossen. Doch von Seiten der nationalen Anti-Doping-Agenturen gibt es Kritik am IOC: Die inaktive Haltung zu russischem Doping sei eine Gefahr für die Zukunft der Olympischen Bewegung.

Von Matthias Friebe | 14.09.2017

Ein Dopingkontrolleur der NADA (Nationale Anti-Doping-Agentur) bestellt einen Spieler zur Dopingprobe.
Ein Dopingkontrolleur der NADA (Nationale Anti-Doping-Agentur) bestellt einen Spieler zur Dopingprobe. (imago - Sven Simon)
Nicht weniger als eine Gefahr für die Zukunft der Olympischen Bewegung sehen 17 Nationale Anti-Doping-Agenturen, darunter auch die deutsche NADA. Sie kritisieren das Internationale Olympische Komitee in einem Gemeinsamen Statement zum Abschluss der NADO-Jahrestagung in Denver scharf. Auslöser ist die nach Ansicht der NADOs zu inaktive Haltung in Sachen russisches Doping. Bisher seien nicht einmal 10 Prozent der potentiellen russischen Dopingfälle abgeschlossen worden.
Deshalb stelle man sich die Frage, ob die globalen Anti-Doping-Regularien überhaupt noch wirksam seien, heißt es weiter. In dem Schreiben wird auch die Forderung nach einem Ausschluss des russischen Nationalen Olympischen Komitees von den anstehenden Winterspielen in Pyeongchang erneuert. Die Begründung: erwiesene Korruption bei den Spielen von Sotschi 2014 und die anhaltende Missachtung seiner Verpflichtungen für einen sauberen Sport.