Gleichberechtigung
Antidiskriminierungsbeauftragte Ataman sieht Versäumnisse bei Gehaltsunterschieden zwischen Männern und Frauen

Die Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung, Ataman, sieht Versäumnisse bei den Gehaltsunterschieden zwischen Männern und Frauen.

    Porträt von Ferda Ataman, unabhangige Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung , während einer Bundespressekonferenz.
    Ferda Ataman, die unabhängige Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung. (imago / IPON )
    Die Bundesregierung habe bei den Frauenrechten diesbezüglich "noch nicht geliefert", sagte Ataman der "Rheinischen Post". Frauen leisteten täglich 45 Prozent mehr unbezahlte Arbeit als Männer. Diese Care-Arbeit sei das "unsichtbare Fundament", auf dem Gesellschaft und Wirtschaft stünden, betonte sie. Wegen fehlender Kinderbetreuung müssten zudem viele Mütter zu Hause bleiben.
    Das deutsche Gesetz für die Gleichbehandlung sei eines der schwächsten in Europa, kritisierte Ataman. Wenn es in dem bisherigen Tempo weitergehe, würden eher "Menschen den Mars besiedeln als Frauen Gleichberechtigung erreichen".
    Laut einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung verdienten vollzeitbeschäftigte ⁠Frauen 2024 durchschnittlich 17,2 Prozent weniger als Männer. Demnach sei der sogenannte Gender Pay Gap seit 2019 um 3,2 Prozent zurückgegangen.
    Diese Nachricht wurde am 24.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.