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Antisemitismus unter MuslimenWas kann Schule gegen Judenfeindlichkeit ausrichten?

Nach Donald Trumps Jerusalem-Entscheidung brannten auch in Berlin Israel-Fahnen. Antisemitismus unter Muslimen tritt auch in Deutschland immer deutlicher als Problem zutage. Was kann die Schule dagegen tun?

Moderation: Manfred Götzke | 16.12.2017

Teilnehmer einer Demonstration verbrennen am 10.12.2017 eine selbstgemalte Fahne mit einem Davidstern in Berlin im Stadtteil Neukölln. Die geplante Verlegung der US-Botschaft in Israel von Tel Aviv nach Jerusalem sorgte auch in Berlin für Proteste. Bei den pro-palästinensischen Demonstrationen wurden Fahnen mit dem Davidstern angezündet.
Am Montag nach Trumps umstrittener Jerusalem-Entscheidung zündeten Protestierende auch in Berlin Israelflaggen an (picture alliance / dpa / Jüdisches Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus)
"Die Armee Mohammeds wird zurückkehren." Auch in den Schulen ist Judenhass präsent. "Du Jude" als Schimpfwort ist auf Schulhöfen omnipräsent, jüdische Schüler trauen sich nicht mehr, sich zu ihrem Glauben zu bekennen. Als ein Berliner Schüler das im April doch tat, wurde er wochenlang beleidigt und gemobbt.
Viel zu selten wird antisemitischen Äußerungen in der Schule von Mitschülern widersprochen, Lehrer sehen sich oft überfordert. Und die muslimischen Schüler, die ihren Antisemitismus ausleben, fühlen sich in vielen Fällen selbst diskriminiert – für ihren Glauben oder ihre Herkunft.
Campus & Karriere fragt: Was kann, was muss Schule gegen Antisemitismus ausrichten? Wie können Lehrer antisemitische Schüler erreichen? Welche Rolle kann hier der (islamische) Religionsunterricht spielen? Und: Woher kommt dieser speziell muslimische Antisemitismus?
Gesprächsgäste:
  • Lamya Kaddor, Islamwissenschaftlerin und Pädagogin
  • Armin Langer, Gründer der jüdisch-muslimischen Begegnungsinitiative Salaam-Schalom
  • Wenzel Michalski, Vater eines jüdischen Jungen, der an einer Berliner Schule monatelang bedroht und gemobbt wurde
Eine Sendung mit Hörerbeteiligung. Rufen Sie an unter 00800 4464 4464 oder per Mail an campus@deutschlandfunk.de