
In Deutschland wird heute des nationalsozialistischen Völkermords an den Sinti und Roma gedacht.
Der CDU-Bundestagsabgeordnete betonte, der Gedenktag sei auch ein politisches Bekenntnis, denn Deutschland trage hier eine historische Verantwortung
. Dass die Bundesregierung vor knapp einem Monat beschlossen habe, eine Aufarbeitungskommission zum Unrecht an Sinti und Roma nach 1945 einzusetzen, sei "unglaublich spät", aber ein wichtiger Schritt. Es habe nach dem Nationalsozialismus in Deutschland Kontinuitäten gegeben: Diejenigen, die Sinti und Roma verfolgt hätten, hätten anschließend über Rentenanträge oder die Frage von Entschädigungen entschieden. Auch im Wohnbereich seien Sinti und Roma diskriminiert und an Ränder gedrängt worden.
Diskriminierung finde auch heute statt und nehme sogar zu, betonte Brand. Auf der einen Seite stünden Fälle, bei denen Minderheiten gezielt zur Zielscheibe gemacht würden. Auf der anderen Seite gebe es aber auch diejenigen, die nachlässig Stereotype weiterverbreiteten. Die Kommission habe nun die Aufgabe, die Stimmen Betroffener zu hören, Akten zu erschließen, staatliches Handeln zu untersuchen und schließlich Handlungsempfehlungen zu geben.
Gedenkveranstaltung in Auschwitz-Birkenau
Brand nimmt heute als Vertreter der Bundesregierung an der internationalen Gedenkveranstaltung im früheren NS-Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau teil. Dort wurden in der Nacht vom 2. auf den 3. August 1944 rund 4.300 Sinti und Roma von der SS getötet. Insgesamt ermordeten die Nazis zwischen 1933 und 1945 bis zu 500.000 Menschen der Bevölkerungsgruppe.
Diese Nachricht wurde am 02.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
