In eigener Sache
Appell von Umweltverbänden zur Deutschlandfunk-Programmreform

Umwelt- und Naturschutzverbände haben den Deutschlandfunk aufgefordert, bei der anstehenden Programmreform auf den Erhalt von Themenvielfalt und fachlicher Tiefe zu achten.

    Deutschlandfunk-Logo auf blauem Hintergrund, darunter steht "Programmreform"
    Umweltverbände haben sich an den Deutschlandfunk wegen der geplanten Programmreform gewandt. Programmdirektorin Jona Teichmann hat sich zu den Sorgen der Verbände geäußert. (Deutschlandradio)
    In einem offenen Brief an Intendant Raue und Programmdirektorin Teichmann heben sie die Bedeutung hervor, die der Deutschlandfunk aus ihrer Sicht für die demokratische Öffentlichkeit hat. Außerdem erkennen sie die Notwendigkeit an, den Sender digital zu stärken und zukunftsfähig zu gestalten.
    Allerdings bestehe die Sorge, dass der Verzicht auf Sendungen wie "Umwelt und Verbraucher" die Kompetenz von Fachredaktionen und damit auch die Qualität der Berichterstattung schädigen könne. Natur-, Klima- und Verbraucherthemen hätten eine hohe Bedeutung und brauchten einen festen Platz im Programm, unabhängig von tagespolitischen Erregungswellen, betonen unter anderem der BUND, der Naturschutzbund und die Deutsche Umwelthilfe.
    Programmdirektorin Teichmann erklärte, zwei Ziele der Programmumstellung zum 30. November seien die Stärkung der fachredaktionellen Recherche und mehr Raum für inhaltliche Vertiefung. Das erfolgreiche Format "Hintergrund" gebe es in Zukunft nicht nur einmal, sondern dreimal am Tag, und hier spielten Umweltthemen regelmäßig eine Rolle. Außerdem würden Fachredaktionen wie die Umwelt stärker an den aktuellen, reichweitenstarken Informationsstrecken beteiligt. Teichmann dankte den Verbänden für das Dialogangebot und betonte, sie stehe für den Austausch bereit.
    Diese Nachricht wurde am 10.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.