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Aprilscherze 2018
"Der Braunbär gehört zu Deutschland"

Bundesinnen- und -heimatminister Seehofer will den Braunbären wieder in Deutschland ansiedeln. In einer großen Supermarkt-Kette kann man künftig mit privaten Facebook-Daten bezahlen: Wer am 1. April Nachrichten liest, muss wachsam sein. Dlf24 hat die witzigsten, gemeinsten und verblüffendsten Aprilscherze zusammengestellt.

01.04.2018
    Ein Braunbär wird im Tiergehege im Wildparadies Tripsdrill im Kreis Heilbronn mit Honig gefüttert.
    Ein Braunbär wird im Tiergehege im Wildparadies Tripsdrill im Kreis Heilbronn mit Honig gefüttert. (picture alliance / dpa / Bernd Weißbrod)
    "Sein Ressort wurde um die Kompetenz für das Thema Heimat erweitert - jetzt zeigt Innenminister Seehofer, dass er sich in dieser Funktion nicht nur um die Menschen, sondern auch die Flora und Fauna im Land kümmern will." Mit diesen Worten beginnt der Aprilscherz auf tagesschau.de und gipfelt in der angeblichen Forderung des CSU-Politikers, den Braunbären wieder in Deutschland anzusiedeln.
    "Der Braunbär gehört zu Deutschland wie Wolf, Wisent und Elch. Nicht umsonst ist er auf vielen Wappen und Flaggen zu finden", berichtet tagesschau.de von einem angeblichen Exklusiv-Zitat Seehofers und treibt den Scherz auf die Spitze: "Wenn es Gefährder unter den neuangesiedelten Raubtieren geben sollte, müssten diese beobachtet und gegebenenfalls zurückgeschickt werden", habe Seehofer gesagt. Allerdings hätte man auch schon bei dem Wort "Elch" misstrauisch werden können.
    Facebook-Daten als Zahlmittel im Supermarkt
    Auch andere Aprilscherze drehen politische Debatten und Nachrichten der vergangenen Tage weiter. So kündigt die Supermarkt-Kette Edeka auf Facebook an, ab Mai 2018 könnten Kunden in allen Märkten mit ihren privaten Facebook-Daten bezahlen. In vier Testmärkten seien die Kassensysteme bereits umgestellt worden. Den passenden Slogan liefert die Kette dazu: "Mit Freude einkaufen. Mit Daten bezahlen."
    Viele Nutzer können darüber lachen, einige steigen auf die Idee ein, wie Calvin Broadus: "Zahle schon seit vier Monaten mit dem Facebook-Passwort. Bei uns läuft das sehr gut. Es gibt immer wieder welche, die noch mit Euro einkaufen. Verschwendung!" Andere Nutzer regt der Scherz zum Nachdenken an: "So lustig dieser Aprilscherz auch sein mag aber so fern liegt das gar nicht. 'Kostenloses W-Lan' ist ja auch mit der E-Mail-Adresse verbunden", kommentiert Andreas Frisch.
    Blank ziehende Politiker und ein Schoko-Burger
    Die Tierrechtsorganisation Peta erlaubt sich einen Spaß mit dem Juso-Vorsitzenden Kevin Kühnert. Für die Anti-Pelz-Kampagne "Ink, not Mink" lasse er alle Hüllen fallen und präsentiere öffentlich seinen mit Tattoos geschmückten Körper. Kühnert trägt demnach unter anderem ein Hasen-Tattoo, weil er diese Tiere besonders mag.
    Die Schnellrestaurant-Kette Burger King kündigt zum 1. April einen neuen Burger an: Angeblich gibt es dort nun einen Schokoladen-Whopper mit einem auf der Flamme gegrillten Schoko-Bratling, Himbeersirup, weißen Schokoladenringen, kandierten Blutorangen-Scheiben und Blättern aus Milchschokolade. Um Zweifler zu überzeugen, liefert Burger King noch ein Werbevideo - das ziemlich professionell gemacht ist.
    Bier aus dem Wasserhahn und Polizeihasen
    Wieder andere setzen bei ihren April-Scherzen regionale Schwerpunkte, etwa der Radiosender Bayern 1: "Ein interessantes Pilotprojekt in der Oberpfalz, auf das wir ein wenig neidisch sind: Bierleitungen von der örtlichen Brauerei werden direkt in die eigene Küche gelegt", berichtet der Sender auf Facebook. Und die Polizei München twittert, ihre Wachen würden künftig von Polizeihasen unterstützt. Darauf antwortete die Polizei Oberfranken: "Während Euer Hase noch kuschelt, schnüffelt unserer schon fleißig."
    Die Aprilscherz-Kreativität macht auch vor dem Kultur-Ressort nicht halt. So vermeldete das Magazin "Monopol", der kontroverse Volksbühnen-Intendant Chris Dercon solle als künstlerischer Leiter die kommende Documenta 15 kuratieren.
    (tj/jcs)