Mittwoch, 17. April 2024

Nahost-Konflikt
Arabische Staaten verurteilen Angriff auf iranische Botschaft in Syrien - Iran droht mit Vergeltung

Mehrere arabische Staaten haben den mutmaßlichen israelischen Raketenangriff auf die iranische Botschaft in Syrien kritisiert. Das saudi-arabische Außenministerium erklärte in einer Mitteilung, das Königreich lehne Angriffe auf diplomatische Einrichtungen kategorisch ab. Ähnlich äußerte sich Ägypten.

03.04.2024
    Menschen stehen vor einem komplett eingestürzten Gebäude, Retter versuchen, die Trümmer abzusuchen.
    Rettungskräfte vor dem zerstörten Seitenflügel der iranischen Botschaft in Damaskus (AFP / MAHER AL MOUNES)
    Das Golfemirat Katar bemängelte, die Attacke stelle einen eklatanten Verstoß gegen internationale Konventionen dar. Der Iran drohte Israel mit Vergeltung. Das geistliche Oberhaupt des Landes, Chamenei, erklärte nach Angaben von Staatsmedien, Israel werde den Luftangriff bereuen. Der iranische Präsident Raisi sprach von einem terroristischen Verbrechen, das nicht unbeantwortet bleiben werde.
    UNO-Generalsekretär Guterres rief dazu auf, eine weitere Eskalation zu verhindern. Er sagte zudem, die Unverletzlichkeit diplomatischer Einrichtungen müsse respektiert werden.
    Bei dem Angriff auf die Botschaft in der syrischen Hauptstadt Damaskus waren zwei Generäle und mehrere Mitglieder der Revolutionsgarden getötet worden. Israel wollte den Vorfall nicht kommentieren.

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    Diese Nachricht wurde am 03.04.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.