Debatte um Zivildienst
Arbeiter-Samariter-Bund und Rotes Kreuz formulieren Anforderungen

In der Debatte um einen möglichen neuen Zivildienst haben der Arbeiter-Samariter-Bund und das Deutsche Rote Kreuz konkrete Anforderungen formuliert.

    Das Logo des Arbeiter-Samariter-Bundes an einer Autotür.
    Logo des Arbeiter-Samariter-Bundes. (picture alliance / dpa / Rolf Kremming )
    Ein solcher Dienst müsse mindestens neun, besser zwölf Monate lang sein, damit die jungen Menschen auch die Chance hätten, etwas zu lernen und eine Verbindung zu ihrer Aufgabe herzustellen, sagte der ASB-Bundesvorsitzende Fleckenstein den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Außerdem müsse man mit guter Qualifizierung dafür sorgen, dass die Teilnehmer nicht nur ihre Zeit absäßen. Wichtig sei zudem, dass der Bund den Großteil der Kosten übernehme. Ein neuer Zivildienst dürfe nicht zulasten sozialer Einrichtungen gehen, betonte Fleckenstein.
    Auch DRK-Präsident Gröhe verwies darauf, dass die Finanzierung geklärt und die notwendige Zeit für die Vorbereitungen gegeben sein müssten. Das Bundesfamilienministerium bereitet derzeit die Grundlagen für einen neuen Zivildienst vor. Falls die Wehrpflicht wieder eingesetzt würde, müsse es ja auch einen entsprechenden Ersatzdienst geben, sagte Unionsfraktionschef Frei zur Begründung.
    Diese Nachricht wurde am 05.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.