Rentenreform
Arbeitgeber "fassungslos" über jüngste Debatte zur Frührente

Die Bundesvereinigung der Arbeitergeberverbände BDA kritisiert den Widerstand einiger Ministerpräsidenten von CDU und SPD gegen den geplanten Wegfall der abschlagsfreien Frührente.

    Steffen Kampeter sitzt im Anzug hinter dem Pult der Bundespressekonferenz und schaut in die Kamera.
    Steffen Kampeter ist seit 2015 Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA). Seit 1990 saß er für die CDU im Bundestag und war unter der Regierung Merkel parlamentarischer Staatssekretär im Finanzministerium. (picture alliance / Chris Emil Janssen)
    Dass zentrale Elemente des Rentenpakets schon wieder infrage gestellt würden, bevor sie überhaupt umgesetzt seien, mache ihn fassungslos, sagte BDA-Hauptgeschäftsführer Kampeter der "Bild"-Zeitung. So verspiele man die vielleicht letzte Chance, die Altersversorgung demografiefest zu machen. Wer an der Rente ab 63 festhalte, ignoriere den Fachkräftemangel, den demografischen Wandel und die wirtschaftliche Lage.
    Die Abschaffung der Frührente ohne Abschläge nach 45 Beitragsjahren - aktuell mit 64,5 Jahren möglich, landläufig aber weiterhin als "Rente mit 63" bezeichnet - ist einer der Kernpunkte der geplanten Reform der Alterssicherung. Vor allem die fünf ostdeutschen Ministerpräsidenten von CDU und SPD machen dagegen jedoch mobil.
    Diese Nachricht wurde am 05.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.