Koalition
Arbeitgeber laufen Sturm gegen Pläne zur Arbeitszeit-Reform

Pläne des Bundesarbeitsministeriums zum Arbeitszeitgesetz haben Kritik bei den Arbeitgebern hervorgerufen.

    Ein Mitarbeiter erfasst seine Arbeitszeit digital an einem Terminal.
    Die Arbeitgeber kritisieren die Pläne zur Arbeitszeit-Reform (Archivbild). (Sina Schuldt / dpa / dpa-tmn / Sina Schuldt)
    Ein der Nachrichtenagentur Reuters vorliegender Referentenentwurf sieht vor, den Acht-Stunden-Tag nicht pauschal abzuschaffen. Stattdessen soll eine flexiblere Wochenarbeitszeit nur auf der Basis von Tarifverträgen möglich sein; es gilt also ein so genannter Tarifvorbehalt.
    Arbeitgeberverbände kritisierten den Entwurf als Bürokratiemonster. BDA-Präsident Dulger sagte, der Entwurf strotze vor Misstrauen. Der Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, Zander, sprach von einer Ansammlung gewerkschaftlicher Maximalpositionen. Beide betonten, die Pläne widersprächen dem Koalitionsvertrag. - Das Arbeitsministerium betonte, es handle sich um eine noch nicht abgestimmte interne Arbeitsfassung.
    Die Gewerkschaften hatten sich gegen jede Aufweichung der Acht-Stunden-Regel gestellt. Die Arbeitgeber fordern dagegen eine wöchentliche anstelle einer täglichen Höchstarbeitszeit, damit sie Beschäftigte an manchen Tagen länger arbeiten lassen können - wenn dies an anderer Stelle ausgeglichen wird.
    Diese Nachricht wurde am 18.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.