
Ein der Nachrichtenagentur Reuters vorliegender Referentenentwurf sieht vor, den Acht-Stunden-Tag nicht pauschal abzuschaffen. Stattdessen soll eine flexiblere Wochenarbeitszeit nur auf der Basis von Tarifverträgen möglich sein; es gilt also ein so genannter Tarifvorbehalt.
Arbeitgeberverbände kritisierten den Entwurf als Bürokratiemonster. BDA-Präsident Dulger sagte, der Entwurf strotze vor Misstrauen. Der Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, Zander, sprach von einer Ansammlung gewerkschaftlicher Maximalpositionen. Beide betonten, die Pläne widersprächen dem Koalitionsvertrag. - Das Arbeitsministerium betonte, es handle sich um eine noch nicht abgestimmte interne Arbeitsfassung.
Die Gewerkschaften hatten sich gegen jede Aufweichung der Acht-Stunden-Regel gestellt. Die Arbeitgeber fordern dagegen eine wöchentliche anstelle einer täglichen Höchstarbeitszeit, damit sie Beschäftigte an manchen Tagen länger arbeiten lassen können - wenn dies an anderer Stelle ausgeglichen wird.
Diese Nachricht wurde am 18.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
