Bundeswehr
Arbeitgeber lehnen verpflichtenden Dienst von Reservisten ab

Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände lehnt einen verpflichtenden Dienst von Reservisten ab.

    Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger bei der Internationalen Handwerksmesse IHM 2023 im Porträt.
    Rainer Dulger (IMAGO / Sven Simon / IMAGO / FrankHoermann / SVEN SIMON)
    Der Präsident der Bundesvereinigung, Dulger, mahnte, die Anforderungen von Bundeswehr und Wirtschaft sorgfältig abzuwägen. Die doppelte Freiwilligkeit habe sich als tragfähiges Modell bewährt, um die Interessen in Einklang zu bringen, sagte Dulger der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Daran sollte festgehalten werden.
    Bisher setzt die Teilnahme an Reserveübungen nicht nur das Einverständnis der Reservisten voraus, für eine Freistellung im Beruf muss auch der Arbeitgeber zustimmen. Das Verteidigungsministerium bereitet hingegen einen Gesetzentwurf vor, nach dem Reservisten künftig zu Wehrübungen verpflichtet werden können und Arbeitgeber lediglich angehört werden sollen.
    Verteidigungsminister Pistorius hatte auf die Aufgabe verwiesen, den geplanten 260.000 Soldatinnen und Soldaten in der aktiven Truppe 200.000 Reservisten an die Seite zu stellen. Dies könne nicht auf Freiwilligkeit basieren.
    Diese Nachricht wurde am 02.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.