
Der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Dulger, sagte der „Rheinischen Post“, schon jetzt gebe es bei der Unternehmensnachfolge mittelständischer Unternehmen erhebliche Probleme. Diese würden sich noch verschärfen, sollten die SPD-Pläne umgesetzt werden.
Der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, Dittrich, hält die Freibeträge für nicht zielführend. Das Konzept der SPD betreffe vor allem Handwerksbetriebe und gefährde Arbeitsplätze, sagte Dittrich im Deutschlandfunk.
Statt Vermögen stärker zu belasten, müsse es darum gehen, Leistungsbereitschaft zu fördern und Betrieben Wachstum zu ermöglichen. Die Gesamtsteuerbelastung sei bereits hoch, betonte Dittrich. Dies dürfe bei der Debatte nicht ausgeblendet werden. Eine weitere Schwächung der Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands helfe weder Unternehmen noch Beschäftigten. "Wenn wir jemandem etwas wegnehmen, wird die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands davon nicht steigen," sagte Dittrich.
Statt Vermögen stärker zu belasten, müsse es darum gehen, Leistungsbereitschaft zu fördern und Betrieben Wachstum zu ermöglichen. Die Gesamtsteuerbelastung sei bereits hoch, betonte Dittrich. Dies dürfe bei der Debatte nicht ausgeblendet werden. Eine weitere Schwächung der Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands helfe weder Unternehmen noch Beschäftigten. "Wenn wir jemandem etwas wegnehmen, wird die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands davon nicht steigen," sagte Dittrich.
Steuerexperten sehen Gerechtigkeitslücke
Das Konzept der SPD wird dagegen von Fachleuten für Steuergerechtigkeit unterstützt. Christoph Trautvetter vom Netzwerk Steuergerechtigkeit sagte im Deutschlandfunk, die Erbschaftsteuer habe derzeit ein großes Gerechtigkeitsproblem. Menschen mit sehr großen Vermögen zahlten häufig kaum Steuern, da sie von umfangreichen Ausnahmen profitierten. Genau diese Lücke wolle die SPD mit ihrem Konzept schließen. "Deswegen ist es ein guter Anfang, eine gute Zeit für dieses Konzept und ein guter Schritt für mehr Steuergerechtigkeit," sagte Trautvetter.
Die Sorge um den Verlust von Arbeitsplätzen sei unbegründet, so Trautvetter. Es gebe keine Belege dafür, dass die Erbschaftsteuer Beschäftigung gefährdet. Vielmehr könnten Reformen langfristig Innovation und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit stärken.
CDU warnt vor "Exitus" für den Mittelstand
Der CDU-Haushaltspolitiker Middelberg hat angesichts der Pläne der SPD für eine Reform der Erbschaftssteuer vor negativen Folgen für den Mittelstand gewarnt. Mit Blick auf die Betriebsvermögen sagte Middelberg im ARD-Fernsehen, wenn der Erbe eines Unternehmens 30 Prozent des Firmenwertes an Steuern zahlen müsse, sei das für viele Betriebe der Exitus. Auf große Vermögen solle aber eine entsprechende Erbschaftssteuer fällig werden.
Mit ihrem Konzept will die SPD große Vermögen stärker besteuern und kleine sowie mittlere Erbschaften entlasten. Vorgesehen ist ein Freibetrag von rund einer Million Euro pro Person. Damit sollen die bisherigen komplizierten Regelungen ersetzt werden. Für Unternehmen sind Freibeträge von fünf Millionen Euro geplant, um Familienbetriebe zu sichern. Erben größerer Firmen müssten dagegen mit höheren Belastungen rechnen.
Aus dem Deutschlandfunk-Programm
Diese Nachricht wurde am 14.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
