
Lösungen könne man nur mit den Parteien der Mitte erreichen - auch wenn die im Moment etwas weniger populär seien. Sachsens Ministerpräsident Kretschmer, CDU, hatte mit Blick auf die AfD gesagt, wer noch über Brandmauern rede, habe die Zeichen der Zeit nicht erkannt.
Im "Handelsblatt" berichtete Kretschmer über die Minderheitsregierung, mit der er in Sachsen regiert. Der Ministerpräsident etablierte einen Konsultationsmechanismus im Landtag, der allen Fraktionen offensteht. Einzig die AfD habe von vornherein gesagt, dass sie sich nicht beteiligen wolle, sagte Kretschmer. Sie setze darauf, dass die Regierung scheitere. "Eine Partei wie die AfD schadet dem Land."
Bilger (CDU): Keinesfalls Gespräche auf Bundesebene
Der Parlamentarische Geschäftsführer der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, Bilger, kritisierte die Aussagen Kretschmers zur Brandmauer. Er sagte im Deutschlandfunk, die Partei müsse sich auf den Wahlkampf in den Ländern konzentrieren, anstatt solche Debatten zu beginnen. Mit Blick auf die Bundespolitik betonte er, es werde keinesfalls Gespräche mit der AfD geben.
Der SPD-Politiker Stegner warf Kretschmer bei t-online vor, die falschen Schlüsse aus der deutschen Geschichte zu ziehen. Mit Demokratiefeinden arrangiere man sich nicht. Auch Grüne und Linkspartei distanzierten sich. Der Ko-Vorsitzende der Linken, Pantisano, erklärte, die AfD sei die schärfste Feindin der arbeitenden Menschen.
Ein Sprecher von AfD-Chefin Weidel sagte dem Portal "The Pioneer", man sei grundsätzlich immer zu ergebnisoffenen Gesprächen bereit. Das gelte auch in Sachsen-Anhalt. Dort stehen im September Landtagswahlen an.
Diese Nachricht wurde am 23.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
