Medienbericht
Arbeitskräftemangel in Deutschland verschärft sich laut IW-Studie

Das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft rechnet in den nächsten Jahren mit einem stärkeren Rückgang des Arbeitskräfteangebots in Deutschland als bislang angenommen.

    Zwei Arbeiter montieren von Hochspannungsschalter in einen Kasten.
    Das IW rechnet bis 2036 mit 4,3 Millionen fehlenden Arbeitskräften. (imago/Jürgen Heinrich)
    Wie die "Rheinische Post" berichtet, dürften im Jahr 2036 4,3 Millionen Arbeitskräfte fehlen. Das sind rund 1,3 Millionen mehr als noch bei der IW-Prognose vor zwei Jahren. Grund der Revision sei eine neue Berechnung des Statistischen Bundesamts zur langfristigen Entwicklung der Bevölkerung, heißt es. Demnach wird sich der demografische Ausblick verschlechtern.
    Eine Ursache ist nach Einschätzung des Instituts die restriktivere Migrationspolitik der Bundesregierung. Dadurch kämen deutlich weniger neue Einwanderer nach Deutschland. Zugleich gebe es unter ausländischen Fachkräften ein abnehmendes Interesse an Deutschland auch wegen der anhaltenden Schwäche der Wirtschaft.
    Die Wissenschaftler fordern die Politik auf, mehr zu tun, um das Arbeitskräftepotenzial zu erhöhen, etwa durch eine bessere Anwerbung ausländischer Fachkräfte oder durch eine Ausweitung der Arbeitszeiten.
    Keine Angaben werden in dem Bericht zu einer möglichen Veränderung der Arbeitsproduktivität gemacht, etwa durch Künstliche Intelligenz.
    Diese Nachricht wurde am 13.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.