Medienbericht über Rente mit 70
Arbeitsministerium mahnt Konsens der Kommission an

Nach einem Medienbericht ​über Pläne zur Anhebung des Renteneintrittsalters hat das Bundesarbeitsministerium zurückhaltend reagiert.

    Schild mit Bundesadler an der Fassade des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales in Berlin
    Die Rentenkommission soll bis Mitte des Jahres Vorschläge für eine Rentenreform vorlegen. (picture alliance/KNA/Julia Steinbrecht)
    Man kommentiere keine - Zitat - "vermeintlichen Zwischenstände", teilte das Ministerium mit. Es rief die zuständige Rentenkommission zum Konsens auf. Der Auftrag des Gremiums sei, Beschlüsse einvernehmlich zu fassen.
    Die "Bild"-Zeitung hatte unter Berufung auf Kommissionskreise berichtet, dass geplant sei, langfristig eine Anhebung des Renteneintrittsalters auf maximal 70 Jahre zu empfehlen. Kritik kam daraufhin vom Arbeitnehmerflügel der CDU und vom Deutschen Gewerkschaftsbund. Auch die SPD hat eine Anhebung des Renteneintrittsalters bisher stets abgelehnt.
    Die von der Bundesregierung eingesetzte Expertenkommission soll Vorschläge für eine Rentenreform erarbeiten. Sie will ihren Bericht Ende Juni präsentieren. In dem Gremium sitzen Fachleute aus Forschung, Bundestag und der Bundesagentur für Arbeit.
    Diese Nachricht wurde am 21.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.