Dienstag, 25.06.2019
 
Seit 20:00 Uhr Nachrichten
StartseiteCorsoWie umgehen mit dem Erbe der 60er- und 70er-Jahre?18.08.2016

ArchitekturWie umgehen mit dem Erbe der 60er- und 70er-Jahre?

"Schön ist das nicht" – so denken viele Menschen beim Blick auf deutsche Großstädte, die geprägt sind von der Nachkriegsmoderne. Wertschätzung bekommen eher Fachwerk-Altstädte oder Barockschlösser. Wird mit dem Architekturerbe der 60er- und 70er-Jahre zu nachlässig umgegangen? Der Architekturkritiker Andreas Denk im Gespräch.

Andreas Denk im Gespräch mit Sören Brinkmann

Mannheimer Multihalle: Die Deckenkonstruktion muss mit Stützträgern gehalten werden. (dpa/picture alliance/Uwe Anspach)
Die Mannheimer Multihalle, entworfen vom Pritzkerpreis-gekrönten Architekten Frei Otto, steht vor dem Abriss. (dpa/picture alliance/Uwe Anspach)
Mehr zum Thema

Shoppingcenter als Ausstellungsobjekt Architektur des Konsums

Münchner Architektur-Museum Das Einkaufszentrum als Schmuddelkind der Architektur

Gerade entzündet sich zum Beispiel eine Diskussion um den Erhalt der Multihalle in Mannheim. Vor wenigen Wochen hat der Rat der Stadt einem Abriss zugestimmt, wenn nicht bald ein großer Betrag zur Sanierung zusammenkommt – etwa von Sponsoren. Dagegen gibt es Widerstand: Denn entworfen wurde die Multihalle von Frei Otto, der im vergangenen Jahr gestorben ist und posthum mit dem Pritzker-Preis ausgezeichnet wurde, dem bedeutendsten Architekturpreis überhaupt. Die Multihalle ist ein Beispiel für Frei Ottos organisches Bauen mit geschwungenen Formen. Es ist die größte Holzgitterkonstruktion der Welt und die Halle steht unter Denkmalschutz. Trifft die Stadt mit dem Abriss also eine falsche Entscheidung?

Andreas Denk, Professor für Architekturkritik an der Technischen Hochschule Köln, im Gespräch.

Das gesamte Gespräch mit Andreas Denk können Sie mindestens sechs Monate in unserer Mediathek nachhören.

 

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk