Rundfunk
ARD-Popwellen setzen bei regionalem Wetter und Verkehr in Randzeiten ab heute auf Künstliche Intelligenz

Die Popwellen der ARD setzen ab heute Künstliche Intelligenz ein, um in ihrem gemeinsamen Angebot regionalisierte Verkehrs- und Wetterinformationen zu senden. Am Abend und in der Nacht soll ein KI-gestütztes Sprachausgabesystem eingesetzt werden.

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    ARD-Popwellen setzen Abends und in der Nacht Künstliche Intelligenz bei Wetter- und Verkehrsmeldungen ein (imago images / Christian Grube / ArcheoPix)
    Die Sendungen "Pop - Die Abendshow" und "Popnacht" werden seit Anfang 2025 von SWR3 in Baden-Baden produziert und in acht Wellen der ARD gemeinsamen ausgestrahlt: SWR3, HR3, RBB 88.8, MDR Jump, NDR2, Bremen Vier, SR1 und WDR2. Der Bayerische Rundfunk ist an dieser Kooperation nicht beteiligt.
    Nach Angaben der ARD ist es bislang so, dass in der Regel eine Person die Sendungen live für die acht Popwellen moderiert. Wetter- und Verkehrshinweise könnten deshalb nur einheitlich auf bundesweiter Ebene ausgespielt werden. Jürgen Kraus, Programmbereichsleiter des Sender WDR 2: "Ein Autofahrer, der in Kassel unterwegs ist, der erfährt, wie es im Elbtunnel aussieht oder wieviel Stau an der Grenze bei Garmisch-Partenkirchen ist, aber es interessiert ihn nicht."
    In Zukunft gebe es zur vollen Stunde für jedes beteiligte Sendegebiet entsprechende Verkehrsmeldungen, teilte die ARD mit. Hinzu kämen zur halben Stunde regionalisierte Wetter- und Verkehrsinformationen.

    KI-gestütztes Sprachausgabesystem

    Den Angaben zufolge schreiben und prüfen Redakteurinnen und Redakteure in den einzelnen Wetter- und Verkehrsredaktionen die Meldungstexte, die auf verschiedene Sendegebiete ausgerichtet sind. Die redaktionelle Verantwortung und die Kontrolle über alle Inhalte bleibe bei Menschen.
    Die regionalisierten Meldungen werden laut ARD anschließend von einem KI-gestützten Sprachausgabesystem vertont. Sie seien auf das Sounddesign der jeweiligen Popwelle abgestimmt. Zur Vertonung würden Stimmen eingesetzt, die auf den Originalstimmen von Moderatoren beruhen. Die Stimmen seien ausschließlich für diesen Zweck entwickelt worden und unterlägen "strengen Datenschutz- und Sicherheitsvorgaben".

    Transparenzhinweise bei Verwendung von KI

    Bei jeder Ausspielung der regionalisierten Wetter- und Verkehrsinformationen gebe es einen "klaren Transparenzhinweis". Die ARD hob hervor, dass die eingesetzte KI "weder selbstständig formulieren noch selbst Inhalte verändern" dürfe. Gebe es akute Gefahrensituationen, etwa bei Falschfahrern, übernehme wie bisher die Live-Moderation im Programm.
    Diese Nachricht wurde am 03.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.