Internationaler Kinderbuchtag
Stiftung Lesen: Vorlesen weckt die Lust aufs eigene Lesen

Zum heutigen Internationalen Kinderbuchtag hat die Stiftung Lesen die Relevanz des Vorlesens hervorgehoben. Dabei komme es nicht in erster Linie auf das Was und Wie an, hieß es in einer Mitteilung. Vorlesen sei vielmehr Selbstzweck - mit vielen positiven Folgen für die Entwicklung von Jungen und Mädchen.

    Ein Mädchen liegt im Wohnzimmer auf dem Boden und liest ein Buch.
    Vorlesen schaffe Nähe, stärke die Sprachentwicklung, fördere Fantasie und Konzentration und mache Lust auf eigenes Lesen. Die Stiftung nennt drei Grundsätze zur Motivation für Eltern und andere Erwachsene: "Lieber zu früh als zu spät beginnen, besser kurz als gar nicht vorlesen und vor allem gemeinsam Spaß haben".
    Wie die Stiftung weiter mitteilte, ist der Kinderbuchmarkt vielseitig. Aktuell werde er stark von Reihen wie "Gregs Tagebuch" geprägt. Dabei handle es sich um Comic-Romane, was den Zugang erleichtere. Beliebte Klassiker seien die Werke von Astrid Lindgren wie Pippi Langstrumpf, Ronja Räubertochter oder Michel aus Lönneberga. "Mut, Freundschaft, Selbstbestimmung oder das Gefühl, seinen Platz in der Welt zu finden" seien Themen, "die Kinder über Generationen hinweg berühren".
    Laut Vorlesemonitor 2024 wird jedem dritten Kind in Deutschland nicht vorgelesen. Vorlesen legt laut Wissenschaft das Fundament für die Sprachentwicklung und ist generell wichtig für die kindliche Entwicklung und die kognitiven Fähigkeiten.
    Der Internationale Kinderbuchtag soll das Interesse an Kinder- und Jugendliteratur fördern. Seit 1967 findet er jährlich am 2. April, dem Geburtstag des dänischen Dichters Hans Christian Andersen (1805-1875), statt.
    Diese Nachricht wurde am 02.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.