Nach umstrittenen Rezensionen
ARD wehrt sich gegen Kritik an Literatursendung "Druckfrisch" mit Dennis Scheck

Nach zwei umstrittenen Buchbesprechungen des Fernsehkritikers Denis Scheck wehrt sich die ARD gegen Kritik an der Literatursendung "Druckfrisch". Es gebe in der Sendung keinen Raum für Frauenfeindlichkeit, teilte die Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Sender mit.

    Denis Scheck mit kariertem Jackett und rosa Krawatte lächend an einem Mikrofon.
    In der Kritik: Der Literaturkritiker Denis Scheck - hier auf der Lit.Cologne 2019. (picture alliance / dpa / Henning Kaiser)
    Der Redaktion sei der große Verdienst von Frauen für die Literatur sehr bewusst, hieß es weiter. Der frühere Deutschlandfunk-Redakteur Scheck hatte mit seinen Formulierungen eine Debatte über Sexismus ausgelöst. So sagte er über das neue Buch von Ildikó von Kürthy, es handele sich "um Nachrichten aus der Schnatterzone einer Damentoilette auf einer Hochzeit". Das Buch der Autorin Sophie Passmann beschrieb er mit den Worten: "Wasserstandsmeldungen aus den Seichtgebieten eines trüben Bewusstseins".
    Von Kürthy bezeichnete Schecks Rezension als "Verachtung der lesenden und schreibenden Frauen". Passmann nannte die Äußerungen sexistisch. Scheck behandele Bücher von Frauen, "die von weiblichen Lebensthemen" handelten, grundsätzlich mit Arroganz und Herablassung, sagte die Autorin auf Instagram. 
    Diese Nachricht wurde am 10.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.