Diplomatische Krise
Argentiniens Präsident Milei beleidigt seinen brasilianischen Amtskollegen Lula da Silva

Nach abfälligen Äußerungen des argentinischen Präsidenten Milei über Brasiliens Staatschef Lula da Silva ist zwischen beiden Ländern eine diplomatische Krise ausgebrochen.

    Der argentinische Präsident Javier Milei spricht auf dem Parteitag der Liberalen Partei (PL) in der Mercado Pago Hall (Arena Pacaembu) in São Paulo.
    Der argentinische Präsident Javier Milei spricht auf dem Parteitag der Liberalen Partei (PL) (picture alliance/ZUMAPRESS.com/Leco Viana)
    Die brasilianische Regierung rief ihren Botschafter aus Buenos Aires zurück und bestellte den argentinischen Botschafter ins Außenministerium in Brasilia ein.
    Milei hatte an einer Parteiveranstaltung in São Paulo teilgenommen, auf der der rechtsgerichtete Flavio Bolsonaro, der Sohn des früheren Präsidenten Jair Bolsonaro, als Präsidentschaftskandidat nominiert wurde. Dabei bezeichnete Milei Lula indirekt als "Dieb" und "Verurteilten". Zudem beschimpfte er einen Richter am Obersten Gericht. Dieser hatte ihm einen Besuch bei Bolsonaro untersagt, der wegen Umsturzversuchs verurteilt wurde.
    Die Beziehungen zwischen dem linksgerichteten Lula und dem Rechtspopulisten Milei galten schon zuvor als angespannt.
    Diese Nachricht wurde am 27.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.