Kämpfe in Mali
Armee gibt Stellungen in Region Gao auf - Junta-Chef trifft russischen Botschafter

Im westafrikanischen Mali hat die Armee nach Angriffen der Rebellen weitere Stellungen aufgegeben.

    Der neue starke Mann in Mali, Oberst Assimi Goita, spricht in Mikrophone.
    Junta-Chef Goita trat erstmals seit den Rebellenangriffen auf Bamako wieder in der Öffentlichkeit auf ( hier ein Archivbild). (MALIK KONATE / AFP)
    Die Nachrichtenagentur AFP meldet, in der Region Gao nahe der Grenze zum Nachbarland Niger seien die Truppen teilweise abgezogen worden. Russland, das die Militärregierung in Mali unterstützt, bezeichnete die Lage als "schwierig". Junta-Chef Goita traf sich mit dem russischen Botschafter. - Tuareg-Rebellen und Dschihadisten hatten am Wochenende die Hauptstadt Bamako und weitere Orte angegriffen. Dabei wurde Verteidigungsminister Camara getötet. Die Rebellen übernahmen die Kontrolle über die wichtige Stadt Kidal im Norden Malis.
    In Mali herrscht seit einem Putsch im Jahr 2020 eine Militärregierung. Sie wird im Kampf gegen Islamisten von russischen Söldnern unterstützt.
    Das Auswärtige Amt warnte vor Reisen nach Mali. Deutsche Staatsangehörige seien aufgefordert, das westafrikanische Land auf dem Luftweg zu verlassen.
    Diese Nachricht wurde am 28.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.