Analyse
Armut und Zuwanderung verschränken sich zunehmend in manchen Stadtteilen und Kommunen

Nach einer neuen Analyse eines Expertengremiums leben arme Menschen in Deutschland immer häufiger unter sich.

    Zwei dunkelhäutige Erwachsene und ein kleines Kind wollen eine Straße überqueren. Weitere Personen laufen auf dem Gehsteig.
    Zwei dunkelhäutige Erwachsene und ein kleines Kind wollen eine Straße überqueren (picture alliance / picture alliance / Bildagentur-online / Bildagentur-online / Schoening)
    Die soziale räumliche Trennung habe in den vergangenen Jahrzehnten zugenommen, heißt es vom Sachverständigenrat für Integration und Migration. Demnach gibt es eine verstärkte Zuwanderung in ärmere Stadtteile oder Kommunen, da Neuzugewanderte im Schnitt ökonomisch schlechter gestellt seien. Bei der Vorstellung des Jahresgutachtes hieß es, von Zuwanderung geprägte Quartiere könnten gute Bedingungen für das Ankommen und soziale Teilhabe bieten. Sie seien nicht per se integrationshemmend. Eine Konzentration von Zuwanderung und Armut beeinträchtige jedoch die Chancen der Bewohner und könne im ungünstigsten Fall eine Abwärtsspirale in Gang setzen.
    Das Expertengremium fordert eine aktive Gestaltung solcher Quartiere. Nötig seien etwa eine funktionierende Verwaltung, gut ausgestattete Kitas, Schulen, Gesundheits- und Freizeiteinrichtungen sowie sozialer Wohnungsbau.
    Diese Nachricht wurde am 12.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.