Invasive Arten
Asiatischer Marienkäfer breitet sich offenbar nicht noch weiter aus

Der Asiatische Marienkäfer ist in Deutschland längst heimisch. Die aus Asien stammende Art ist laut Umweltschützern flächendeckend etabliert. Inzwischen ist nach Einschätzung von Fachleuten keine weitere Ausbreitung mehr zu erwarten.

    Asiatische oder auch Harlekin-Marienkäfer bei der Paarung
    Asiatische oder auch Harlekin-Marienkäfer bei der Paarung (imago )
    Der Marienkäfer gilt als besonders anpassungsfähig und konkurriert stark mit heimischen Arten. Er wurde ab den 1980er-Jahren gezielt zur Schädlingsbekämpfung eingesetzt und verbreitete sich dann in der Natur rasch. Ein einzelnes Tier kann laut Naturschutzbund NABU pro Tag bis zu mehrere hundert Blattläuse fressen. Welche Folgen er für die heimische Artenvielfalt genau hat, ist noch nicht abschließend geklärt.
    Der Käfer variiert farblich etwas, daher gilt das helle Halsschild mit einem dunklen "M" oder "W" als sicheres Erkennungsmerkmal. Auffällig wird er vor allem im Herbst, wenn sich große Schwärme an Hauswänden und Fenstern sammeln. Für Allergiker ist das abgegebene Wehrsekret in seltenen Fällen problematisch. Im Garten gilt der Asiatische Marienkäfer oft als nützlicher Schädlingsbekämpfer.
    Diese Nachricht wurde am 03.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.