
Der 53-Jährige sagte vor dem Menschenrechtsausschuss des Europarats, die Kriminalisierung von Nachrichtenbeschaffung sei eine Bedrohung für den investigativen Journalismus weltweit. Er selbst sei deswegen freigekommen, weil er sich nach Jahren der Inhaftierung schuldig bekannt habe - und zwar schuldig, Journalismus betrieben zu haben. Journalismus sei aber kein Verbrechen, sondern ein Stützpfeiler einer freien und informierten Gesellschaft.
Assange war im Rahmen einer Vereinbarung mit den USA im Juni freigelassen worden. Vorher saß er zwölf Jahre lang in Großbritannien fest - erst im Botschafts-Asyl, dann im Gefängnis.
Assange hatte über die Plattform Wikileaks Hunderttausende als geheim eingestufte Dokumente über die Kriege der USA in Afghanistan und im Irak veröffentlicht.
Diese Nachricht wurde am 01.10.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
