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Asteroiden

Wenn Sie ein Haus bauen, haben Sie immer Reste: Holzstücke, Steine, Dichtungsmaterial und Sand. Genau das passierte auch unserem Sonnensystem, als es vor viereinhalb Milliarden Jahren entstand. Aus dem von der Sonne übrig gebliebenen Rohmaterial formten sich Planeten und Monde. Doch gab es viele Reste – Reste, die sich jetzt in eisigen Kometen und in Asteroiden befinden. Bereits vor 200 Jahren bestätigten Astronomen die Existenz von Asteroiden, die unsere Sonne in einem Gürtel zwischen Mars und Jupiter umkreisen. Heute bezeichnet man diese Region des Sonnensystems als Asteroidengürtel. Hier entdeckten Astronomen mehr als 30 000 solcher kosmischen Gesteinsbrocken. Durch automatisierte Suchprogramme finden sie in jedem Jahr noch mehr.

Damond Benningfield |
    Ceres, der größte Asteroid, hat knapp ein Drittel vom Monddurchmesser. Die meisten Asteroiden sind allerdings nur ein paar Kilometer groß.

    Asteroiden gibt es in ganz bestimmten Zusammensetzungen. Einige bestehen aus Stein, andere vorwiegend aus Eisen und Nickel.

    Zunächst vermuteten Astronomen, dass die Asteroiden Reste eines zerbrochenen Planeten seien. Heute gilt jedoch die Meinung: Jupiter muss aufgrund seiner gewaltigen Schwerkraft die Entstehung eines weiteren Planeten verhindert haben. Die Gesteinsbrocken konnten sich nicht zu einem Himmelskörper verdichten und ziehen deshalb noch in ihrer ursprünglichen Form durchs All.

    Die meisten Asteroiden wohnen im Asteroidengürtel. Es gibt allerdings auch Einzelgänger, die sich ihren eigenen Weg um die Sonne gebahnt haben.