Heute durchläuft die Erde den sonnennächsten Punkt ihrer Bahn. Nur noch 147,1 Millionen Kilometer trennen uns von der Sonne.
Anfang Juli sind es fünf Millionen Kilometer mehr. Der Abstand Erde - Sonne schwankt im Laufe eines Jahres also um etwa drei Prozent.
Von heute an nimmt die Entfernung von der Sonne wieder zu - im Schnitt rückt die Erde pro Tag um gut zwei Durchmesser vom Tagesgestirn ab, bis sich die Bewegungsrichtung am 4. Juli wieder umkehrt.
Der Abstand von der Sonne hat offenkundig nichts mit der Entstehung der Jahreszeiten zu tun - sonst dürften wir die Sonnennähe nicht gerade jetzt mitten im Winter erleben.
Für die Jahreszeiten sorgt die schräge Erdachse. Im Moment weist die Nordhalbkugel von der Sonne weg - daher sind unsere Tage kurz und kühl.
Unser schwankender Sonnenabstand hat aber doch eine Folge für die Jahreszeiten: Die Erde läuft jetzt - dicht an der Sonne - schneller als Anfang Juli. Daher ist unser Winterhalbjahr gut eine Woche kürzer als der Sommer.
Wer sich nun um eine Woche Wintersport betrogen fühlt, muss nur etwas warten. Denn die ganz langsame Taumelbewegung der Erdachse ändert schleichend das Zusammenspiel von Sonnenabstand und Jahreszeiten.
In gut 15.000 Jahren ist die Sonnenferne mitten im Winter. Noch aber ist uns die Sonne ausgerechnet Anfang Januar so nah wie sonst nie.