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StartseiteSternzeitAstronomie als Entwicklungshilfe05.11.2010

Astronomie als Entwicklungshilfe

Das Jahr 2009 hatten die Vereinten Nationen zum weltweiten Jahr der Astronomie erklärt. In fast 150 Staaten fanden Aktionen statt, um den Menschen die Wunder des Himmels näher zu bringen.

Von Dirk Lorenzen

Die Sterne sind überall auf der Welt zu sehen. (ESO)
Die Sterne sind überall auf der Welt zu sehen. (ESO)

Die Internationale Astronomische Union, eine Art weltweiter Dachverband der Himmelsforscher, will dieses Netzwerk weiter nutzen. In den kommenden zehn Jahren will man die Astronomie vor allem in ärmeren Ländern fördern.

Mittlerweile hat das eigens dafür gegründete Büro für die Entwicklung der Astronomie Räume der Nationalen Forschungsstiftung in Pretoria in Südafrika bezogen. Die Mitarbeiter dort wollen Wissenschaftler, Amateurastronomen, Ingenieure und Lehrer mobilisieren, um sich für unterentwickelte Länder zu engagieren.

Möglichst viele Menschen sollen Zugang zu wissenschaftlicher Bildung bekommen. Das geht unter anderem über die Fortbildung von Lehrern in den betroffenen Ländern, den Einsatz von Experten vor Ort und Austauschprogramme mit Universitäten und Forschungsinstituten.

Der gestirnte Himmel ist weltweit zu sehen - und er inspiriert fast alle Menschen. So kann die Astronomie ein Türöffner sein, damit junge Menschen sich mit Physik, Mathematik und Chemie beschäftigen.

Die Himmelskunde gilt als fast ideale Wissenschaft, um die Ausbildung zu fördern und qualifizierten wissenschaftlichen Nachwuchs zu gewinnen. Denn die Astronomie verbindet Grundlagenforschung und Hochtechnologie, übt dabei große Faszination aus und ist kulturell oft seit Jahrtausenden verankert.

In fünf Jahren will man Zwischenbilanz ziehen, ob die himmlischen Pläne sich am Boden haben umsetzen lassen.

Fortführung des Internationalen Jahrs der Astronomie

Pressemitteilung zur Gründung des Büros in Südafrika

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