Mittwoch, 06. Juli 2022

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Astronomischer Herbstbeginn
Tag und Nacht gleich lang

Morgen früh um 3:54 Uhr überquert die Sonne den Himmelsäquator von Nord nach Süd. Dies markiert den astronomischen Herbstbeginn auf der Nordhalbkugel, auf der Südhalbkugel fängt der Frühling an.

Von Dirk Lorenzen | 22.09.2018

Kein Zweifel: Unsere Erde ist eine Kugel im Weltraum
In diesen Tagen scheint die Sonne überall auf der Erde rund zwölf Stunden lang (NASA)
Der morgige Tag heißt auch Herbsttagundnachtgleiche. Denn die Sonne steht zwölf Stunden über und unter dem Horizont - zumindest theoretisch.
Ganz exakt wäre dies nur der Fall, wenn die Erde keine Atmosphäre hätte. Doch weil das Sonnenlicht durch unsere Lufthülle etwas "nach oben" gebrochen wird, ist die Sonne auch dann noch knapp über dem Horizont zu sehen, wenn sie bereits untergegangen ist. Gleiches gilt am Morgen, wenn die Sonne etwas "zu früh" aufgeht.
Daher steht die Sonne morgen zwölf Stunden und zwölf Minuten über dem Horizont. Erst am Mittwoch haben wir genaue Tagundnachtgleiche.
Ab morgen wendet die Erde ihre Südhalbkugel der Sonne zu. Entsprechend weist die Nordhalbkugel nun immer weiter von der Sonne weg. Unsere Tage werden kürzer und die Nächte dafür länger.
Am Nordpol geht in diesen Tagen die Sonne unter. Über dem Südpol ist sie bereits heute aufgegangen. Die Menschen in der Südpolstation erleben nun ein halbes Jahr lang ununterbrochen Sonnenschein, während am Nordpol das halbe Jahr der Polarnacht beginnt. Denn an den Polen geht die Sonne nur einmal pro Jahr auf und unter.
Auch in unseren Breiten ist in den kommenden Wochen zu bemerken, dass das dunkle Winterhalbjahr begonnen hat. Schon in einem Monat ist die Nacht fast dreieinhalb Stunden länger als der lichte Tag.