
Polens Generalstaatsanwaltschaft ermittelt gegen ihn wegen Korruptionsverdacht. Als Minister der damaligen PiS-Regierung war Ziobro einer der Architekten der Justizreform, die dem Land einen Konflikt mit der EU-Kommission einbrachte.
In Warschau war erwartet worden, dass der flüchtige 55-jährige Politiker in Ungarn Schutz bekommt. Dort hat bereits sein ebenfalls von der Staatsanwaltschaft gesuchter Stellvertreter Romanowski Asyl erhalten.
Ziobro steht in seiner Heimat unter dem Verdacht der Gründung und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung. Außerdem wird ihm Veruntreuung vorgeworfen. Im Fall einer Verurteilung drohen ihm bis zu 25 Jahre Haft. Ziobro sieht die Vorwürfe als politisch motiviert an.
Die rechtskonservative PiS regierte Polen von 2015 bis 2023.
Diese Nachricht wurde am 12.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
