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Russland-Afrika-Gipfel
AU-Vorsitzender plädiert für Frieden mit der Ukraine

Zum Auftakt des Russland-Afrika-Gipfels hat sich der Vorsitzende der Afrikanischen Union, Assoumani, für eine friedliche Koexistenz Russlands und der Ukraine ausgesprochen.

    Präsident Putin sitzt mit Teilnehmern des Russland-Afrika-Gipfels an einem runden Tisch.
    Russland-Afrika-Gipfel in Sankt Petersburg (AFP / SERGEI BOBYLYOV)
    Dies würde auch das Leben derer retten, die von Lebensmittel-Lieferungen aus beiden Ländern abhängig seien, sagte der Präsident der Komoren in Sankt Petersburg. Zugleich dankte er dem russischen Staatschef Putin für einen "brüderlichen Empfang". Dieser hatte das zweitägige Treffen zuvor eröffnet und erklärt, Russland sei in der Lage, Getreidelieferungen aus der Ukraine zu ersetzen. Einige afrikanische Länder müssten nichts dafür bezahlen. Konkret nannte Putin Burkina Faso, Simbabwe, Mali, Somalia, die Zentralafrikanische Republik und Eritrea. Sie sollten jeweils 25.000 bis 50.000 Tonnen Gratis-Getreide von Russland erhalten. Zugleich wiederholte Putin seine Darstellung, wonach die wegen des Ukrainekriegs verhängten westlichen Sanktionen gegen sein Land die Lieferung von Agrarprodukten erheblich erschwerten.
    Moskau hatte das von der UNO und der Türkei vermittelte Abkommen zum Export ukrainischen Getreides über Schwarzmeer-Häfen nicht verlängert.
    Diese Nachricht wurde am 27.07.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.