Nach Vorstoß aus Bayern
Auch Angehörige der RAF-Opfer fordern zentrales Mahnmal

Mehrere Angehörige von RAF-Opfern haben sich der Forderung von Bayerns Innenminister Herrmann nach einem zentralen Gedenkort angeschlossen.

    Schwarzweißes RAF-Fahndungsplakat von 1977 mit den Gesichtern gesuchter Terroristen
    Bis heute sind nicht alle der RAF zugerechneten Taten vollständig aufgeklärt. (imago images / Wolfgang Maria Weber)
    Der Sohn des 1977 ermordeten Arbeitgeberpräsidenten Hanns-Martin Schleyer, Jörg Schleyer, sagte der "Bild"-Zeitung, es sei höchste Zeit für ein zentrales Denkmal. Corinna Ponto, Tochter des 1977 ermordeten Dresdner-Bank-Chefs Jürgen Ponto, sagte der Zeitung, bei einem Gedenkort gehe es nicht allein um das persönliche Gedenken, sondern vor allem um ein "Mahnmal dieser Jahre in der Geschichte". Michael Buback, Sohn des 1977 ermordeten Generalbundesanwalts Siegfried Buback, betonte jedoch, dass das Wichtigste für ihn die Klärung aller der RAF zugerechneten Morde sei.
    Der bayerische Innenminister Herrmann hatte vergangene Woche bei einer Gedenkfeier für ein zentrales Mahnmal plädiert. Dieses "dunkle, blutige Kapitel" der deutschen Geschichte sei noch nicht fertig aufgearbeitet, weder durch die polizeilichen Ermittlungen noch durch eine historische Würdigung der Opfer durch einen Ort der Trauer und des Gedenkens.
    Insgesamt sollen die RAF-Terroristen von 1971 bis 1991 34 Menschen ermordet haben.
    Diese Nachricht wurde am 14.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.