Nach Fernsehinterview
Auch Bundesverteidigungsminister Pistorius kritisiert Trump-Aussage über angebliche Zurückhaltung von NATO-Truppen während Afghanistan-Einsatz

Die Äußerungen von US-Präsident Trump zum internationalen Afghanistan-Einsatz stoßen in den damals beteiligten Ländern weiter auf Kritik.

    Ein Bild aus dem Jahr 2017 zeigt britische und US-amerikanische Soldaten in Afghanistan. Sie stehen bewaffnet auf einem Feld, im Hintergrund fliegt ein Helikopter.
    Während des NATO-Einsatzes in Afghanistan wurden 457 britische Soldaten getötet - doch US-Präsident Trump spricht von "Zurückhaltung". (imago images / ZUMA Press / Nelvin C. Cepeda via www.imago-images.de)
    Trump hatte in einem Interview behauptet, NATO-Truppen hätten sich während der im Jahr 2001 begonnenen Mission von der Front ferngehalten. Dazu sagte Bundesverteidigungsminister Pistorius, deutsche Soldatinnen und Soldaten hätten ihren Auftrag in Afghanistan 19 Jahre lang unter Gefahr für Leib und Leben erfüllt. Deutschland habe dafür einen hohen Preis bezahlt, denn 59 Soldaten und Polizisten seien dort ums Leben gekommen. Die dänische Ministerpräsidentin Frederiksen schrieb auf Facebook, es sei inakzeptabel, dass Trump das Engagement der verbündeten Soldaten in Afghanistan in Frage stelle. Dänemark sei dort eines der Länder mit den höchsten Verlusten gewesen. Gestern hatte bereits der britische Premierminister Starmer die Äußerungen Trumps als beleidigend und erschreckend bezeichnet. Der internationale Einsatz war damals als Reaktion auf die Terroranschläge vom 11. September 2001 in den USA erfolgt.
    Diese Nachricht wurde am 24.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.