
Der 65-Jährige teilte seiner Fraktion in einem Schreiben mit, dass er bei der Vorstandswahl am 4. September nicht erneut kandidieren werde. Den Entschluss habe er vor langer Zeit gefasst, schrieb Bartsch. Damit stellte der langjährige Fraktionschef seinen Rückzug nicht in einen Zusammenhang mit der aktuellen Krise der Partei.
Seine Ko-Fraktionsvorsitzende Mohamed Ali hatte vor zehn Tagen bereits ihren Rücktritt erklärt. Hintergrund ist ein Richtungsstreit innerhalb der Linken um die Abgeordnete Wagenknecht. Bartsch hatte die Fraktion als Ko-Vorsitzender seit 2015 geführt, zunächst zusammen mit Wagenknecht und später mit Mohamed Ali.
Die beiden Linken-Vorsitzenden Wissler und Schirdewan bedauerten den Rückzug des Fraktionschefs. Bartsch sei eine laute Stimme für Ostdeutschland, für soziale Gerechtigkeit und gegen Kinderarmut, erklärten sie.
Diese Nachricht wurde am 16.08.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
